Dienstag, 29.04.2014

Kambodscha

Nach den Abenteuern im Mekongdelta ging es direkt in die Hauptstadt Kambodschas. Wie immer planlos erreichte ich also Phnom Penh und hatte mal wieder Glueck. Den Weg zu meinem Hostel fand ich ganz ohne Tuk Tuk, nur mit der Hilfe zweier Franzosen aus meinem Bus. Vielleicht haette ich bei 39C aber auch nicht zu geizig fuer ein Tuk Tuk sein sollen. Voellig verschwitzt in meinem Hostelzimmer angekommen, machte ich gleich die erste Bekanntschaft. Joe hatte im Gegensatz zu mir schon einen Ueberblick ueber die Attraktionen der Stadt. Das passte gut in meine nicht vorhandene Planung und so habe ich mich ihr fuer die naechsten zwei Tage angschlossen. Am gleichen Tag noch haben wir den Koenigspalast besichtigt. Dieser war abgesehen von dem horenden Eintrittspreis eher unspaektakulaer. Das war die erste Gelegenheit, bei der ich feststellte, das Kambodscha um einiges teurer ist als Vietnam. Dies liegt vor allem daran dass hier hauptsaechlich mit US Dollar bezahlt wird und daher immer auf den ganzen Dollar aufgerundet. Gleichzeitig ist Kambodscha aber auch um einiges als Vietnam-ein seltsamer Kontrast.

Am naechsten Tag habe ich gemeinsam mit Joe ein Tuk Tuk gemietet. Dieses hat uns dann fuer $24 den ganzen Tag durch die Gegend gefahren. Erste Station waren die sogenannten "Killing fields". Da ich ja mal wieder uninformiert war, habe ich erst dort ueber die traurige Geschichte Kambodshas erfahren. Was in diesem Land in den 70er Jahren passiert ist laesst sic kaum in Worte fassen. Ein fanatisches Regime nahm das ohnehin schon vom Vietnamkrieg geschwaechte Land unter Kontrolle und versuchte einen urspruenglichen und reinen Bauernstaat aufzubauen. Zu diesem Zweck wurden die Staedte entvoelkert, die Menschen in Arbeits- und Vernichtungslager deportiert. Von den insgesamt 8Millionen Kambodschanern wurden in nur 4 Jahren (75-79) 3 Millionen umgebracht. Darunter hauptsaechlich Stadtbewohner, also Aerzte, Lehrer, Politiker usw... auch vor Kindern wurde nicht Halt gemacht um Racheakten vorzubeugen. Eine der Parolen: "Lieber einen Unschuldigen toeten als einen Schuldigen ungestraft davonkommen lassen". Die Fuehrung uber die Killing fields erfolgt per Audioguide, was einem viel Zeit zum in sich gehen gibt. Nach dieser ersten Station sind wir in das dazugehoerige Gefaengnis in Phnom Penh gefahren. Leider ging es mir da schon nicht mehr gut, so dass ich nur die Haelfte der Ausstellung sehen konnte. Es hat trotzdem gereicht sich ein Bild dieser furchtbaren Zeit zu machen. Noch vor wenigen Jahrhunderten hat sich das Koenigreich Kambodscha, ueber das heutige Thailand, Vietnam, Laos bis hin zur chinesischen Grenze erstreckt. Heute kaempft es mit den Lasten der Vergangenheit und versucht im boomenden Asien nicht unter zu gehen. Ich persoenlich empfinde das Land jedoch nach dem was ich ueber seine Geschichte gelernt habe, als unheimlich stark und zukunftsorientiert. In nur 40 Jahren seit dem Regime der Khmer Rouge ist das Land zu einem freundlichen und ungefaehrlichen Fleckchen Reiseland geworden. Die Menschen hier sind unheimlich freundlich und an ihrem englisch koennen sich ihre vietnamesischen Freunde einen abschneiden! Meinen letzten Tag in Phnom Penh musste ich leider im Bett verbringen, da ich mir eine boese Erkaeltung eingefangen hatte.

Den Tag darauf ging es bereits weiter nach Siem Reap um die Tempelstadt Ankor Watt zu besichtigen. Im Bus dort hin habe ich Dany getroffen, welche gleich neben den Tempeln wohnt. Sie ist eine von 10 Kindern und ihre Eltern schon sehr alt und krank. Ihrer Lebensgeschihte zuzuhoeren war sehr bewegend. Gesagt zu bekommen dass eine andere Person neidisch auf meine Reisen und Moeglichkeiten ist, machte mich traurig. Auch als Backpacker ist man in Kambodscha reich. In Siem Reap angekommen ging es zum sogenannten Beischtigungsmarathon. Denn auch wenn man die Tempel "allein"nur mit einem Fahrrad oder Tuk Tuk bereisen kann, die Anlage ist riesig und braucht mindestens zwei Tage Aufmerksamkeit. Ich habe alle drei Tage meines Passes abgestempelt und habe alle drei Beischtigungsmoeglichkeiten genutzt. Am ersten Tag habe ich auf dem Rad geschwitzt. Am zweiten Tag die Klimanlage im Minibus genossen und am dritten ein Tuk Tuk bemueht. Natuerlich gibt es hunderttausend Fakten ueber die 900 Jahre alten Tempel. Besonders interessant fand ich allerdings, dass die Anlage zunaechst aufgebaut und danach alle Relieffe und Muster in den Stein gehauen wurden. Wenn sich also einer vertan hatte, musste wieder abgebaut werden. Trotz nur 37 jaehriger Bauzeit wurde niemand versklavt, alle Arbeiter waren freie und bezahlte Maenner.

An meinem letzten Abend in Kambodscha hatte ich noch ein einschneidendes Erlebnis. Gemeinsam mit einer Zimmernachbarin bin ich zum Spa gegangen um ein bisschen Massage zu geniessen. Waehrend unserer Massagestunde fuer lachhafte $5 hat meine Begleiterin sich nach den Arbeitszeiten der Angestellten erkundigt. Von 8 Uhr morgens bis Mitternacht ist der Sallon geoeffnet und die Maseussen haben 2 Tage frei-im MONAT! Die eine kurze Woche in Kambodscha hat mich wirklich viel ueber meinen eigenen Wohlstand gelehrt und trotzdem moechte ich das Land nicht nur als arm, sondern auch als freundlich, sonnig und ausdauernd in Erinnerung behalten!

Mittwoch, 23.04.2014

Kulinarische Herausforderungen

Obwohl ich auch bei meiner naechsten Tour mit 41 Mitreisenden gesegnet war, war diese bedeutend besser! Diesmal ging es von Saigon aus zum Mekongdelta. Das raffinierte an der Tour war, dass sie in der Hauptstadt Kambodschas endete, also genau da, wo ich ohnehin als naechstes hinwollte!

Auf die unzaehlichen Bootstouren die ich die drei Tage gemacht habe, moechte ich hier nicht im einzelnen eingehen. Eines der Highlights allerdings war ein morgendlicher Ausflug zu dem schwimmenden Maerkten. Da ich bereits bevor schwimmende Doerfer gesehen hatte hatte ich keine sehr grossen Erwartungen. Die unglaublich authentische Athmosphaere und das geschaefftige Treiben hat mich dann aber trotzdem mitgerissen. Zwar haben wir in ein paar schwimmenden Coffeeshops und Fruchtbooten auch Kleinigkeiten erstandem, hauptsaechlich ist der Markt aber fuer die Einheimischen. Dabei werden Melonen und Salatkoepfe von Boot zu Boot geworfen, sowie gekocht, geduscht, gehandelt und geschlafen. Alles mitten auf dem Fluss!

Ein weiterer Hoehepunkt waren die kulinarischen Herausforderungen. Bei mehreren Stopps hatten wir die Moeglichkeit im Vorbeigehen frisches obst zu ernten. Manchmal mussten Mangos und Bananen allerdings mit Ameisenbissen, Schrammen und Spruengen verdient werden. Da das Obst in Vietnam aber 100mal besser ist, als alles was man bei uns im Supermarkt kaufen kann, haben wir das gern in Kauf genommen. An unserem zweiten Tag durften wir dann andere traditionelle Spezialitaeten probieren. Diese stammten diesmal aus dem Tierreich. Fuer mutige Touristen wurden auf dem Grill Ratten, Froesche und Schlangen zubereitet...was soll ich sagen-ich war mutig! :D

 

Samstag, 19.04.2014

Shit happens

Der einzig grosse Nachteil an der Sapatour war dass es sich voellig ab vom Schuss und meiner Reiseroute befand. Um meinen Zeitplan einhalten zu koennen musste ich danach zwei Nachtbusse hintereinander nehmen. Der zweite war ganze 16,5 Stunden unterwegs. Nach zwei zerruettelten und verhupten Naechten habe ich mir dann in Hue fuer eine Nacht ein Einzelzimmer gegoennt. Da ich die Nase von Bussen erst einmal gestrichen voll hatte, habe ich am naechsten Tag gemeinsam mit zwei weiteren Deutschen ein Auto mit Fahrer gebucht, welcher uns fuer $20 pro Nase den ganzen Tag durch die Gegend gefahren hat. Dabei sind wir auf dem Weg nach Hoi An auch ueber den Wolkenpass gefahren. Eine sehr seltene Gelegenheit, da sowohl Busse als auch Zuege auf dem Weg nach Sueden mittlerweile den Tunnel benutzen. Unsere grossen Erwartungen konnte der Pass nicht erfuellen- haben aber trotzdem ein paar nette Fotos geschossen. Als letzte Station der Tour haben wir an den Marmorfelsen gehalten. Da wir uns alle nicht ausgiebig mit den jeweiligen Stopps vertraut gemacht hatten, haben wir eine Art Steinbruch mit Souvenirshop erwartet. Nun ja es gab einen Steinbruch und auch sehr viele Souvenirshops, die eigentliche Attraktion war allerdings eine riesige Tempelanlage, welche in und auf den Marmorberg gebaut war. Diese zu erkunden hat uns beinahe zwei Stunden gekostet und mehrfach den Atem geraubt. Das Beiindruckenste war ein etwa 15 Meter hoher Buddha in einer etwa 30 Meter hohen Hoehle. Da haben wir uns ziemlich klein gefuehlt und sind automatisch in Fluessterton verfallen...zumindest bis die japanische Reisegruppe hineinplatzte und die Aura wegfotografierte.

Endstation unserer kleinen Reise war dann Hoi An, welche ich fuer mich "Lampionstadt hiess. Eine wunderschoene Altstadt und ueber 200 Massschneiderein hat das kleine Staedtchen im Zentrum Vietnams zu bieten und trotz vieler Touristen hat es sich seinen Charm absolut bewahrt. Nachts ist die gesamte Altstadt mit Lampions erleuchtet und kleine Laternen werden aufs Wasser gesetzt uns treiben den Fluss hinab *schwaerm*.

Auch ich habe die Chance ergriffen und mir in Hoi An ein paar Kleidungsstuecke anfertigen lassen. Unter anderem einen Wintermantel, fuer welchen die Anprobe bei >30C besonders interessant war :D. Ich hielt es ausserdem fuer eine gute Idee mir Pumps fuer meinen Hosenanzug anfertigen zu lassen. Leider hatte ich damit nicht so viel Glueck wie mit meinem Schneider. Nach zwei zusaetzlichen Anproben haben die Dinger immer noch nicht gepasst. Da es mittlerweile allerdings mein letzter Abend in Hoi An war habe ich darauf hin mein Geld zurueck gefordert und wollte gehen. Vietnamesen sind grundsaetzlich sehr nette Leute. Wenn es uns Geld geht verstehen sie allerdings ueberhaupt keinen Spass. Irgendwie habe ich es trotzdem geschafft mit dem mir zustehenden Geld und ohne Pumps den Laden zu verlassen. Doch der naechste Geldkampf sollte nicht lange auf sich warten lassen. Am Abend habe ich mein geliehenes Fahrrad zurueck zum Hotel gebracht und nach Order des Hotelangestellten auf dem Parkplatz abgestellt. Dummerweise hatt er es in dieser Nacht nicht wie am Abend davor aufgeraeumt. Am naechsten Tag hatte ich dann 10 Minuten vor meiner Abfahrt zum Flughafen eine wetternde Vietnamesin an der Backe die mir unaufhoerlich zu verstehen gab dass ich das Fahrrad (was natuerlich in der Nacht gestohlen wurde) zu bezahlen haette. Das Hotel-welches alle vergangenen Naechte fahrraeder aufgeraeumt und angeschlossen hatte war auf einmal fuer nichts mehr zustaendig und so musste ich nach einigen Minuten Diskussion fuer den Schaden aufkommen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit haben sie das Fahrrad selbst Beseite geschafft um sich von dem Geld einen Fetten zu machen. Aber in meinen verbleibenden 10 Minuten konnte ich nichts ausrichten und habe schliesslich nachgegeben...$75-dafuer hat sie sicher 5 neue Drahtesel bekommen.

Auf Grund der vergangenen Busfahrten hatte ich mich entschlossen von Hoi An bis Saigon zu fliegen um Zeit und Nerven zu sparen. Diese Massnahme war allerdings eine Fehlanzeige. Am Flughafen angekommen hatte mein 70min-Flug erst 3 und dann 5 Stunden Verspaetung. Am spaten Nachmittag bin ich dann voellig Knuelle in Saigon angekommen und habe eine Ostersuchaktion nach meinem Hostel gestartet. Das war eine harte Nuss und ich bin zunaechst dreimal an der Seitenstrasse vorbeigelaufen bis ich schliesslich erfolgreich war. Doch wie sollte es an einem Tag wie diesem anders sein...mein gebuchter Maedchenschlafsaal war natuerlich ausgebucht sodass ich fuer den gleichen Preis mit maennlichen rauchern teilen durfte (denn in Vietnam ist das Rauchen sogar in Hotelzimmern erlaubt!) Was macht man am Ende eines solchen Tages? Einfach ganz schnell ins Bett gehen und hoffen dass die naechsten Tage besser werden!

Am naechsten Tag habe ich dann tatsaechlich die saubere Luft eines Maedchensschlafsaales geniessen koennen und gleich am morgen zwei Touren fuer die naechsten Tage organisiert. Ganz hatte ich den Pechteufel dabei noch nicht abgeschuettelt. Meine erste tour zu den Guerillatunneln durfte ich gemeinsam mit 41 weiteren Touristen "geniessen", was den Mehrwert quasi in Luft aufgeloest hat. Zu allem Ueberfluss hatte ich auch noch einen Sitznachbarn aus Oman im Bus. Dieser hatte im Laufe der 2 stuendigen Hinfahrt bereits entschlossen, dass wir trotz eines Altersunterschiedes von ueber 40 Jahren ein tolles Paar abgeben wuerden. Auch die Tatsache dass er einen Kopf kleiner war als ich, hat ihn nicht davon abgehalten mir kleine Geschenke zu machen und seine Knie zum schlafen anzubieten *baeh*. Als er dann auch noch nach der Toilette auf mich gewartet hat und nicht einsehen wollte, dass ich weder mit ihm mittag noch Abendessen moechte, bin ich krantig geworden. Kurz vor dem Riss meines Geduldsfadens hat er allerdings die Kurve bekommen und die Klappe gehalten. Was die zweistuendige Rueckfahrt neben ihm nicht angenehmer gemacht hat. Asien ist prinziepiell ein ziemlich sicheres Pflaster fuer alleinreisende Frauen, aber in den Oman reise ich ganz sicher nicht ohne drei Bodyguards!

Danach wurde meine Vietnamreise Gott sei Dank wieder besser...bedeutend besser!

Samstag, 12.04.2014

Schoenste Tour

Urspruenglich hatte ich mich entschlossen den populaeren Wanderort Sapa zu ueberspringen und weiter nach Sueden zu reisen. Da ich aber in Halong Bay so viele Lobpreisungen ueber die Tour gehoert habe, habe ich mich dann doch entschlossen meinen Nachtbus in den Sueden gegen einen Nachtbus in den Norden umzutauschen. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, das és eine sehr feine Sache ist, planlos und flexibel unterwegs zu sein. Bereits am ersten Tag war mỉr klar, dass sich der Umweg gelohnt hat. Durch eine beinahe futuristische Landschaft von Terassenfeldern sind wir den ganzen Tag ueber durch die Landschaft gestiefelt. Absolut erstaunlich war,dass der reale Anblick die Fotos aus den Prospekten bei weitem uebertroffen hat-wobei ja sonst oefter das Gegenteil der Fall ist. In Sapa habe ich auch Sophie áus Deutschland kennen gelernt-und nein das war nicht mein ueblicher Mitlaeufer sondern eine reale Person (deren beste Freundin uebrigens auch Sarah heisst! ^^)

Nach einigen anspruchsvollen Kletterpartien sind wir dann am Nachmittag in unserer Unterkunft angekommen. Neben uns zwei Deutschen waren ausserdem noch eine Hand voll Hollaender, ein Englaender und ein Franzose in unserer Gruppe. Am Abend haben wir dann zum Kartenspiel Reis- und Schlangenwein genossen... Schlangenwein heisst der Wein deswegen, weil in ihn eine tote Schlange eingelegt war (fuer 3 Monate!). Diese Tatsache ausgeblendet hat der Schlangenwein sogar besser geschmeckt als der traditionelle Reiswein!

Am naechsten Tag hatten wir die Moeglichkeit das Haus unseres Tourguides zu besuchen. Sie lebt mit ihren drei Kindern und ihrem Mann in einer Holzhuette ohne Fenster. Der wertvollste Familienbesitz sind ein Schwein und 5 Huehner. Diese Erfahrung war sehr bewegend und am Ende haben wir mit unseren $12 Trinkgeld sogar ihre Einkuenfte fuer die zwei Tage uebertoffen. Obwohl der materielle Wohlstand so stark von unserem abweicht, hatte ich zu keiner Zeit das Gefuehl die Menschen waeren verbittert oder ungluecklich. Gerade bei den Bergvoelkern wird viel gelacht und trotz Tourismus und westlichen Einfluessen, haben sie viele Traditionen bewahrt und leben diese bis heute aus Ueberzeugung.

Die zwei Tage in Sapa waren bisher die schoenste Tour meiner Reise und ich war wieder einmal froh, weitgehend planlos unterwegs gewesen zu sein.

Mittwoch, 09.04.2014

Abenteuer in Halong Bay

Nach den ersten zwei Tagen im unruhigen Hanoi ging es am dritten Tag hinaus ins Umland der Hauptstadt. Nach der Besichtigung einer ziemlich authentischen Seidenmanufaktur durften wir sogar ein bisschen gockeln...aber nur um die Echtheit der Seidenschals zu testen.

Anschliessend haben wir uns aufs Radeln geschwungen. Eine tolle Moeglichkeit Vietnam zu erkunden! In einer so kleinen Truppe (wir waren mit Guide nur 4 Leute) war dieser 2 stuendige Ausflug auch kulturell sehr bereichernd. Wir haben ueber Begraebnissrituale, Reisanbau, Tempel und Fruechte gelernt. Interessant ist zum Beispiel, dass die Buddhisten ihre Opfergaben nach einiger Zeit aus dem Tempel wieder abolen! Aber nicht ohne Buddha vorher ganug Zeit zum geniessen zu geben! An einer Quelle habe ich mich dann als einzige getraut das heilige Wasser zu probieren. Soll angeblich die Muttermilchproduktion foerdern-in ein paar Jahren werden wir dann ja wissen ob es funktioniert hat :D

Auf dem Rueckweg nach Hanoi haben wir dann noch in einem Dorf gehalten, welches sich auf Holzverarbeitung spezialisert hat. Dort werden all die Statuen fuer die Tempel angefertigt. Einer unserer Gruppe meinte dazu: "Seltsam oder? Sie machen die Statuen selbst und dann beten sie zu ihnen!" Stimmt eigentlich...aber irgendwo muessen sie ja auch herkommen ^^

Nach einem weiteren Tag in Hanoi, den ich erfolglos mit einem Besuch im totlangweiligen Geschichtsmuseum habe totschlagen wollen, ging es dann zum ersten Mal weiter weg. Halong Bay hiess das Ziel und da ich mich nur meinen zwei Zimmergenossen angschlossen hatte, wusste ich nicht so wirklich was mich erwartet. Zunaechst einmal erwartete uns ein voellig ueberfuellter Minibus, mit dem wir dann die naechsten 175km bis zum Hafen fahren durften. Das bloede in der Sache ist nur, dass der Bus in Vietnam dafuer 4 Stunden braucht... Irgendwiehaben wir es aber doch alle ohne all zu grosse Quetsschungserscheinungen bis zum Hafen geschafft. Das die Tourorganisation nicht so prickelnd war, konnte man bereits an der Wartezeit am Hafen sowie dem duerftigen Englisch der Guides erkennen. Nach einem etwas verbesserungswuerdigen Mittagessen wurden wir dann aber fuer unsere Geduld belohnt und durften die Sung Sot Hoehle besuchen. Diese laesst sich ohne Bildmaterial etwas schwer beschreiben. Sehr hoch und in allen moeglichen Farben beleuchtet ist sie aber bisher auf jeden Fall die fotogenste Hoehle meiner Reise!

Nach Sung So legte unser bot an den schwimmenden Doerfern in Halong Bay an. Nachdem wir uns von den Ausloesern unserer Kameras losgeloest hatten, ging es in ein aeusserst instabiles Kayak um die Umgebung zu erkunden. Eines der schoensten Bilder aus Vietnam ist genau von dieser Kayaktour. Es zeigt einen kleinen Jungen der ein grosses Boot mit Fruechten beladen rudert. Dass allerdings genau dieser Junge uns beim Versuch uns seine Bananen zu verkaufen beinahe gekentert hat, sagt das Bild nicht. Aber auch das ist Vietnam. Wir haben dann beruhigt festgestellt, dass die japanischen Touristen im Boot hinter uns gleich das ganze Buendel Bananen gekauft haben.

Nachdem wir auf dem Boot einen wunderschoenen Sonnenuntergang in der Insellandschaft genossen hatten, viel mir eine der Eigenschaften des Alleinreisens auf die Fuesse-Zimmer teilen!. Ich habe schon viele Zimmer geteilt und ich habe von Betrunkenen im gleichen Zelt bis zu Sex im Bett unter mir schon alles mitgemacht. Als mir allerdings mein Zimmernachbar fuer diese Nacht vorgestellt wurde habe ich gestreikt! Altersmaessig schon locker ueber die vierzig stellte sich Toth gegenueber der vietnamesichen Crew folgendermassen vor: "Ich bin der Toth aus Amerika-wir sind die Typen die eure Vorfahren zerbombt haben!" Also voellig von aeusserlichen Unstimmigkeiten abgesehen stand fuer mich fest, dass ich mit diesem Menschen keine Kabine teile. Gluecklicherweise haben sich zwei Iren auf dem Boot als echte englische Gentlemen entpupt und mich ueber Nacht in ihrem Zimmer aufgenomen...Glueck gehabt!

Am nachsten Morgen wartete bereits das naechste Abenteuer. Trekking im Nationalpark klang nach etwas was ich die letzten Monate zur Genuege gemacht hatte und meist sehr entspannt und fotoreich verlief. Trekking in einem vietnamesischen Nationalpark ist anders. Der Guide sprach ausser dem Wort "Monekman" (was er immer gerufen hat wenn er an Lianen hochgeklettert oder Kunststuecke gemacht hat) kein Wort englisch. Er ist praktisch die Berge hoch gerannt und als waere dass nicht alles bei >90% Luftfeuchtigkeit und rutschigen Felsen, haben uns auch noch irgendwelche Bienenartigen Muecken angefangen zu jagen. Unter normalen Umstaenden waere ich nie so schnell auf einem Berg gewesen...unter diesen hatte niemand so wirklich eine Wahl. Tatsaechlich musste man aber sagen, dass die Aussicht fuer einiges entschaedigt hat. Fuer den rutschigen Rueckweg und die unzaehlichen Stiche konnte am Ende nur ein Schokoladeneis entschaedigen...war auf jeden Fall eines der verdienstesten die ich jemals hatte! :D

 

Donnerstag, 03.04.2014

Andere Länder, andere Sitten...

Nach drei aufregenden Tagen in Singapur ging es heute morgen mit dem Flieger nach Hanoi. Die Vietnamesen haben es mir nicht zu einfach gemacht in ihr Land einzureisen. Zunächst habe ich 20min in der Passportkontrolle gewartet, allerdings nur um zu erfahren dass mein $16 Visabrief nix wert ist und ich nochmal in einer anderen Schlange warten musste. Dort habe ich dann wiederum erfahren dass ich mein Visa nur bar bezahlen kann. Mit Geleitschutz ging es dann nach ewigem hin und her zum Bankautomaten. Irgendwann hatte ich sogar mein Visa und bin damit auch erfolgreich durch die Passkontrolle gekommen. Dann war allerdings kein Gepäck nicht auffindbar. Das Gepäckband bereits geschlossen blieb mir nur übrig mich mit dem gewöhnungsbedürftigen Englisch der Flughafenmitarbeiter herumzuschlagen, von denen auch noch jeder eine andere Meinung hatte... Irgendwann habe ich dann meinen Rucksack auf einem in einer Ecke abgestellten Trolley gefunden und endlich konnte mein Vietnamabenteuer beginnen! 

Nach einer rasanten Taxifahrt durch daa Verkehrschaos Hanois bin ich dann in ganzen Teilen in meinem Hotel angekommen.  Hier bezahle ich übrigens 6 € pro Nacht und muss noch nicht mal meine Wäsche selber waschen!  Einer der Hotelangestellten hat mit mir auch einen Ausflug zum nächsten Elektronikshop gemacht (der nur aus einem Glastrolley bestand). Dort habe ich dann eine Simkarte mit Internet zum Spotpreis erstanden und gleich noch alles installiert bekommen! 

Obwohl schon ziemlich knülle hatte ich mich doch entschlossen auf Nahrungssuche zu gehen. Nachdem ich in der mir empfohlenen Einkaufsstraße keine einzige englische Beschreibung finddn konnte,  habe ich dann mit Zeichensprache eine Art Hefekloß mit Füllung erstanden. Keine Ahnung was ich da gegessen habe,  aber lecker wars!

Frisch gestärkt hat mich dann ded Übermut ergriffen Hanoi zu Fuß erkunden zu wollen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so genau wie ich es geschafft habe so oft die Straße zu überqueren ohne angefahren zu werden. Doch irgendwie habe ich es unbeschadet bis zum ersten Tempel geschafft. Schwer vorstellbar das der Verkehr noch dichter und chaotischer werden konnte. Nunja...nach meinem Tempelbesuch war Rushhour. Einige von den unzähligen Mopedfahrern wollen sich beim Touristen chauffieren gern etwas dazuverdienen. Zunächst habe ich erfolgreich alle abgeschüttelt doch dann kam ich zur ersten Strassenüberquerung...nach 3 Minuten warten habe ich aufgegeben und mich aufs Moped eingelassen. Den Verkehr zu beobachten ist schon aufregend.  Mitten drin entgegengesetzt Einbahnstraßen zu fahren allerdings noch um einiges mehr.  Trotz all dem Chaos-irgendwie wissen diese Leute was sie tun und vermutlich war es sogar weniger gefährlich mitten drin zu sein, als allein die Straßen zu kreuzen! Langweilig wird es hier drüben also grade nicht und ich bin schon gespannt was für Überraschungen mich morgen erwarten! 

 

Mittwoch, 02.04.2014

Alles neu

Nach einem Tag schwitzen in Darwin ging es fuer mich Montag bereits nach Singapur weiter.  Zunaechst habe ich die Huerde "Geld abheben" nehmen muessen. Nach einer ganzen Weile erfolglos Tasten haemmern habe ich festgestellt, dass die Bankautomaten hier Touchscreen haben! Kann schon mal passieren nach 7 Monaten Australien...^^

Auch in Bereichen Personenbefoerderung, Beleuchtung und Shoppingmoeglichkeiten hat mich die Stadt absolut begeistert. Und das Beste: satt werden fuer $3!!! In Bezug auf Essen war ich allerdings sehr froh, dass ich vor 8 Jahren im Feriencamp mit Staebchen essen gelernt habe! Wenn man naemlich als einziger Europaer beim Asiaten isst, wird die Performance der Nahrungsaufnahme interessiert beobachtet. Ich glaube ich habe mich ganz gut geschlagen! Allgemein musste ich mich erst einmal daran gewoehnen "angestarrt" zu werden. Mein Hostel befindet sich in "little India" in Singapur. Wenn man da auf dem Weg zur U-Bahn nur einen kleinen Umweg macht, ist man weit und breit die einzige weisse Person. Da mir dies aber vermutlich in den naesten Wochen oefter passieren wird, habe ich beschlossen mir einfach nichts mehr daraus zu machen...

Gestern Abend war ich mit einem ehemaligen Kommilitonen (der jetzt in Singapur arbeitet) aus. Nach dem Abendessen im ueberfuellten Foodcourt sind wir mit dem Fahrstuhl bis in den 57 Stock des Marina Bay Sands gefahren. Das ist quasi das Wahrzeichen von Singapur und sieht aus wie drei Hochhaeser auf die man ein Schiff oben drauf gesetzt hat. Die Aussicht war atemberaubend und den $23 Coktail in der Bar auf jeden Fall wert! Auf dem Weg zur naechsten Bar habe ich festgestellt, dass die U-Bahn keinen Fahrer hatte...das fand ich spannend und habe den armen Andreas mit meiner Aufregung bestimmt ganz schoen blamiert ^^

Obwohl ich von Singapur absolut begeistert bin, merke ich, dass es mir schwer faellt die Stadt zu beschreiben. Das liegt vermutlich daran dass es vor allem die visuellen Eindruecke sind, welche so ueberwaeltigend sind... einige davon gibt es auch wieder bei Facebook.

Morgen geht es dann bereits weiter nach Vietnam, was neben neuen Erlebnissen auch dem schnell schrumpfenden Geldbeutel ersteinmal Einhalt gebieten soll.

Samstag, 29.03.2014

Tierische Freunde

Ebenso wie auf den Whitsundays, war auch das Wetter auf Magnetic Island sehr verregnet. Da ich fuer meinen zweitaegigen Aufenthalt keinerlei Touren gebucht hatte, habe ich die Insel sehr ruhig angehen lassen. Mein Ruecken hat mir dabei allerdings auch keine grosse Wahl gelassen, der hatte naemlich den Morgen nach Rueckkerh vom Segelausflug entschlossen einfach mal richtig wehzutun. Mein gepaeck unter diesen Umstaenden in den Bus, aus dem Bus, in die Faehre, aus der Faehre, in den naechten Bus, aus dem Bus und ins Hostel zu bringen, war damit ausreichend Aktivitaet fuer die folgenden zwei Tage!

Nach magnetic Island stand noch ein weiterer Ausflug auf dem Plan...Regenwald!. Etwa 2 Stunden nordlich von Cairns waechst und gedeiht der Daintree Rainforrest- der aelteste Regenwald der Erde! Auf dem Weg dorthin versorte uns der Busfahrer mit allerhand interessanten Informationen... Zum Beispiel, wie es zu der Bezeichnung aeltester Regenwald der Erde kommt. Als der urkontinent Pangea naemlich vor weissichnichtwievielen Jahren auseinandertriffte ist nur der Norden Australiens dauerhaft in Naehe des Aequators geblieben, womit der urspruengliche Regenwald bis heute ueberleben konnte. Ziemlich interessant! Auf einem ersten Spaziergang durch den Wald haben wir dann noch viel ueber die Pflanzen und das Leben der Aboriginies in diesem Gebiet erfahren. Einige Farne wachsen pro Jahr nur 1cm. Der 1,5m hohe, den wir gesehen haben war also schon mehr als 6 mal so alt wie ich!

Bevor wir zu unserem Hostel weiterfuhren haben wir noch eine Flussrundfahrt bekommen. Dort habe ich auch zum ersten Mal Krokodile gesehen. Das groesste war ganze 2m lang! Habe mich danach zunehemnd mehr in der Mitte des Bootes aufgehalten...

Unser Hostel war nur ueber unbefestigte Strassen zu erreichen und mitten im Urwald! Dass die Vegetation keine Hotelanlagengepflanzte Fakevariante ist, hat uns spaetestens die Monsterspinne vor unserem Zimmer gefluesstert...Weitaus groesser als meine Hand und mit mindestens 4 verschiedenen Farben, wurde sie von der Rezeptionsdame allerdings als vollkommen ungefaehrlich beschrieben. Meinen Sicherheitsabstand hat diese Information nicht reduziert!Mein Zimmer habe ich mit zwei englaenderinnen geteilt, die ich schon von vorangegangenen trips kannte. Als Alex abends etwas in ihrer Tasche gesucht hat, hat sie mit ihrem Aufschrei auch alle umliegenden Zimmer wissen lassen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Intelligenterweise hatten wir fuer laengere Zeit das licht im Zimmer angelassen, was eine ganze Menge kleine Eidechsen durch die undichten Fliegengitter gelockt hat. Eine davon hatte es sich schon in Alex Tasche gemuetlich gemacht ^^. Nur ein paar Minuten spaeter ist sie dann auf dem Weg zur Toilette auch noch einer grossen Echse auf dem Schwanz getreten...wir waren alle froh nur eine nacht zu bleiben!

Um die Zeit bis zur Ankunft unseres Busses am naechsten Tag herumzukriegen haben wir uns entschieden Reiten zu gehen. Diese Idee stellte sich, als eine sehr gute heraus!

Neben dem Schnorcheln war dieser Ausflug mit den Pferden durch den Regenwald mein absoluter Favorit! Meine Stute hiess Topaz udn war das einzige Maedchen. Zunaechst hatte ich Angst, sie koennte etwas zickig sein- bald stellte sich heraus: sie war ziemlich faul! Machte aber nix. Wir beide hatten mit einigem Abstand zum Rest der Gruppe einen sehr gemuetlichen Ausritt!

Auf dem Rueckweg nach Cairns haben wir dann noch an eineme Eiscremeshop gehalten. Dort hatten wir ganze 10 Minuten um uns zwischen 26 Sorten Eiscreme zu entscheiden....eindeutig nicht genug Zeit! Am Ende war ich mit meinem Honigeis aber sehr zufrieden!

Der Ausflug in den Regenwald war meien letzte Tour an der Ostkueste...morgen frueh geht mein Flieger nach Darwin.

Samstag, 22.03.2014

Wetsundays

Nach einem perfekten Trip nach Fraser waren die Erwartungen an den Boottrip zu den Whitsunday Islands besonders hoch. Auf den Bildern praesentieren die Reiseagenturen weisse Straende, kristalklares Wasser und Sonne, Sonne, Sonne...!

Nunja bei unserer Ankunft am Hafen waren alle Schiffspassagiere inklusive Gepaeck vom Regen schon vollkommen aufgeweicht... Unsere zwei Besatzungsmitglieder Henry und Ash waren allerdings gut gelaunt und voller Tatendrang, was uns zunaechst wieder positiv stimmte. Leider waren nach 3h Stunden am Rand des Bootes sitzen, die Aktivitaeten auf einem nassen, schaukelnden Catarmaran bereits aufgebraucht... Unter Deck gehen konnte ich nicht, weil ich dann seekrank geworden waere. damit erledigten sich alle anderen Beschaeftigungsmoeglichkeiten wie Kartenspielen oder Abendessen geniessen von selbst. Unguenstigerweise nahm der Sturm in den Abendstunden auch noch zu. Somit war es unserem kleinen Segelboot nicht moeglich rechtzeitig unseren Schlafplatz zu erreichen...was bedeutete-wir mussten im Dunkeln weiterfahren. Keine Anhaltspunkte mehr zu haben, hat mich fuer die folgenden 4 Stunden in eine Meditation verfallen lassen, welche grundsaetzlich aus dem Mantra "nicht kotzen, nicht kotzen!" bestand...ich habe es geschafft! Viele Andere nicht! Nach zwei Stunden Dunkelheit kamen die ersten aus den Kabinen gestuerzt um sich ueber die Reling zu haengen....Es war ein bisschen wie ein schlechter Film. Achso-habe ich schon erwaehnt, dann es aus Stoemen geregnet hat und es auf dem Deck keinen einzigen Unterstand gab!? Nunja, nachdem man erstmal bis auf die Knochen durchnaesst war, hat man sich ueber die Wellen gefreut, die ueber das Boot geschwappt kamen, denn das Meerwasser hat einen zumindest fuer wenige Sekunden aufgewaermt... Das war also unsere erste Nacht im so weithin beworbenen Paradies...

Auch am zweiten Tag kannte Petrus keine Gnade. Am Morgen hat er uns mit der Aussicht auf einen trockenen Tag aus den Schlafsaecken gelockt...nur um kurz nach unserer Ankunft am Strand noch haerter zuzuschlagen! Nachdem wir uns nach vollen 10 Minuten am Strand auf den Rueckweg zum Boot machten, brachte irgendjemand an, das wir gerade am 5 besten Strand der Welt entlanglaufen -  in diesem Moment war ich nicht ganz sicher, ob ich lachen oder heulen sollte...

Zurueck auf dem Boot war die Stimmung dann irgendwo zwischen Eisberg und Polarmeer...verstaendlicherweise-die meisten Leute auf diesem Boot hatten weit mehr als $300 fuer die 2 Tage Segelausflug ausgegeben und alle hatten vergessen die Schoenwettergarantie dazuzubuchen. Wieder einmal haben uns unsere beiden Crewmitglieder aus der versenkung geholt und auf dem Weg zu unserem ersten Schnorchelspot mit einer Ueberraschung aufgewartet. Unser Schiffkoch Henry hat mehrmals sehr lauf gepfiffen woraufhin zunaechst gar nix passierte...Dann kamen aus den Baumwipfeln der nahegelegenen Insel auf einmal zwei Seeadler auf unser Boot zugeflogen. Henrys Chickenwings haben sie zwar verfehlt, aber uns trotzdem eine atemberaubende Flugshow um unser Boot gegeben!

Neben den Seeadlern habe ich auch meine ersten Schildkroeten erspaeht. Uber einen Meter lang und teilweise ueber hundert Jahre alt, haben sie mich nach den vergangenen Horrorstunden fast zu Traenen geruehrt! Doch es sollte noch besser kommen! Schnorcheln im Great Barrier Reef. Unser erster Schnorchelspot hiess "Das Aquarium". Kaum ueber den Rand des Bootes ins Wasser gefallen, waren sie ueberall...Fische in allen Groessen und Farben! So nah dass man sie haette beruehren koennen, wenn man nur schnell genug gewesen waere...In diesem Moment habe ich entschieden, dass ich immer wieder 4 Stunden im Dunkeln segeln wuerde, nur um soetwas unglaublich Schoenes zu sehen!

Nach diesem tollen Erlebnis war die Stimmung an Bord sehr deutlich aufgetaut. Bei ruhiger See konnten wir unter Deck unser Essen geniessen und wurden bald darauf von unserer Crew mit Partyspielen bespasst. Nach der Aufregung der vergangenen Tage habe ich bei den teilweise sehr unanstaendigen Gruppenspielen Traenen gelacht!Ende gut, alles gut?

Einen halen Tag hatten wir noch uebrig. Nach einem kleinen Fruehstueck ging es zu unserem letzten Schnorchelausflug. Doch vorher haben wir noch ein Phaenomen bewundern koennen, welches nur die armen Hunde mit schlechtem Wetter auf den Withsundays geniessen koennen-einen riesengrossen Regenbogen!

Der zweite Schnorchelausflug war ebenfalls ein voller Erfolg! Somit konnten wir uns dann relativ zufrieden auf den Rueckweg machen. Waehrend wir ein paar regenfreie Stunden ueber Deck geniessen konnten, haben wir sogar fliegende Fische gesehen. Zunaechst dachten wir, es waeren kleine Voegel oder Schmetterlinge. Dafuer sind sie allerdings entschieden zu lange unter Wasser geblieben!

Puenktlich bei unserer Ankunft am Hafen kam die Sonne raus...

Sonntag, 16.03.2014

Endlich Sonnenbrand!

Nach der ersten Tour in den Everglades ging es Schlag auf Schlag...raus aus dem Kanu, rein in den Bus, raus aus dem Bus und am naechsten Tag in den Jeep! Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt und laesst sich ganz nach australischem Vorbild am besten mit Allradantrieb erkunden. Neben Unmenegen von Kram, Essen und natuerlich Alkohol haben wir dann auch noch 7-9 Leute in ein Auto gequetscht, bevor es endlich losgehen konnte. Zunaechst noch etwas bewoelkt, blieb uns das Wetter allerdings Gott sei Dank die folgenden Tage treu.

Mit der richtigen Musik und 80km/h sind wir dann den Strand von Fraser entlanggeprettert. Auch der Anschnallgurt konnte mich nicht vor einer dicken Beule am Kopf bewahren, als unser Fahrer eine Duene etwas zu schnell genommen hat... machte aber alles nix-war naemlich einfach nur FETZIG! :D

Mit 9 englischen Muttersprachlern im Auto hatte ich auch noch den internationalen Jackpot gezogen, denn bei 55% deutschen Backpackern ist es manchmal gar nicht so leicht in Australien englisch zu sprechen.

Uebernachtet haben wir in einer kleinen Zeltstadt, wobei sich jeweils 2-3 Personen ein Zelt geteilt haben. Eigentlich schon ein Abenteuer fuer sich, wenn man bedenkt, dass jedem Abend dem Alkohol ordentlich zugsprochen wurde. Die Geschichten am naechsten Morgen waren auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Ich hatte Glueck-beide Naechte haben die richtigen zwei Leute ohne zusaetzliche Begleitung ihren Weg in unser Zelt gefunden ^^.

Am zweiten Tag mussten wir unser Tagesprogramm umstellen weil eine der anderen Gruppen die Kupplung ihres Jeeps durchgebrannt hatten. Die armen Hunde musste stundenlang am Strand in der Sonne ausharren, bis ein neuer Jeep vom Festland gebracht werden konnte. Nichtmal baden gehen konnten sie, weil ganz Fraser Island quasi von Haien umzingelt ist... Nach dieser Neuigkeit, habe ich dann auch beschlossen, mich nicht hinter das Steuer zu setzen - ich wollte einfach auf keinen Fall diese Person sein, die ihre Mitreisenden stundenlang in der Sonne brueten laesst und ihnen gleichzeitig noch den Ausflug zum naechsten See verbaut!

Nach drei sehr sonnigen Frasertagen ging es dann also zurueck Richtung Festland. Doch bevor uns Fraser gehen liess, haben wir noch ein paar tolle Schnappschuesse ergattern koennen. Zunaechst landete direkt vor uns ein Flugzeug am Strand (der Strand ist also nicht nur Strasse, sondern auch Flughafen in Fraser). Eine weitere Besonderheit Fraser Islands ist, dass die Dingos dort geschuetzt sind und daher auch ziemlich viele herumlaufen. Kurz vor der Ankunft an der Faehre haben wir dann alle noch unser "Fraserfoto" von einem Dingo am Strand erhaschen koennen. Und wie um alles perfekt zu machen, kam beim warten auf die Faehre noch ein Delphin mit Baby am Strand vorbeigeschwommen...was fuer ein unglaublicher Trip!!!

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